Kulinarisch durch Albanien, Syrien und den Irak

von Melanie L.

Es ist Freitagabend, ich habe Feierabend und mache mich auf den Weg zum Gesundheitshaus an der Gasselstiege. Verabredet bin ich dort mit Barin, Beian, Enkelejda, Fioralba,  Ginin, Jara, Jenny, Rim und Uta. Ich freue mich auf einen schönen Koch“kurs“abend und bin gespannt was wir Leckeres zusammen zubereiten werden.

Auf dem Tisch stehen Schalen mit grünen kleinen Früchten. Jenny, Uta und ich schauen uns fragend an. Was mag das wohl sein? Unsere Mitstreiterinnen greifen beherzt zu, tunken die grünen Früchte in Salz und beißen genüsslich zu. Ich frage „Was ist denn das?“. Mandeln sagt Fioralba, „die sind lecker, probiert mal“. Jetzt greifen auch wir zu. Etwas säuerlich, aber durchaus lecker.

Unsere Kursleiterin stellt die Rezepte vor. Es gibt „Pogaqe“ (Brot) aus Albanien (Enkelejda lacht und merkt an, dass sie dieses Brot gar nicht kennt, da es das nur im Kosovo gibt), syrisches Hühnchen „Fattet Aldajaj“ mit frittiertem arabischen Brot und einer Joghurt-Tahina Sauce. Dann noch ein irakisches Gericht mit Reis, Rosinen und Lamm.


Gemeinsam bilden wir schnell Gruppen und überlegen wer welches Gericht zubereiten will. Dann ab in die Schulküche, erst mal checken wo was ist.

Wir legen los. Enkelejda, Fioralba und ich haben uns dem Brot angenommen und fangen an den Teig anzusetzen.

Rim, Ginin, Jara und Jenny machen das syrische Hühnchengericht. Erst mal einen großen Topf aufsetzen, um das Huhn zu kochen.

Barin, Beian und Uta bereiten das Lammgericht zu. „Wo ist die Pfanne?“ ruft Uta. Erst mal suchen. Aber langsam finden wir uns zurecht. Es ist ein lebhaftes Treiben in der Küche, wir lachen viel zusammen, erklären auf Deutsch und teilweise mit Händen und Füßen. Aber alles klappt.

Mmmh. Langsam fängt es in der Küche an zu duften und man bekommt direkt Appetit. Beian erklärt, dass sie das Gericht normalerweise mit Huhn und nicht mit Lamm kocht. Ich erinnere mich, dass sie etwas Ähnliches zum Weihnachtsfest mitgebracht hat.

Nach einiger Zeit ist alles fertiggekocht und wir bringen alles an den schön gedeckten Tisch.

Endlich können wir probieren. Die Schüsseln kreisen. Alle tun sich auf. Entspannt können wir unser Werk genießen. Es ist schön etwas mit den Frauen aus der Unterkunft am Hafkhorst zu machen und durch etwas wie Kochen voneinander zu Lernen und einfach eine schöne Zeit miteinander zu haben.

So jetzt noch aufräumen und dann ab nach Hause.

Wir freuen uns Alle schon auf das nächste Kochevent.